Es wurde sehr spannend, denn in den 107 Jahren, in denen das Familienunternehmen in Hattingen besteht, haben sich Regeln und Rituale von Bestattungs-Formen und -Möglichkeiten doch sehr gewandelt. Waren früher Beerdigungen Aufgabe der Familie, die nur von einem Sarg-Schreiner und einem Transport-Unternehmen begleitet wurden, ist heute die Beerdigung von Verstorbenen doch eher die Aufgabe von Bestatter*innen, die ihre Aufgabe auch darin sehen, die Trauerarbeit der Hinterbliebenen möglichst gut zu begleiten und den Verstorbenen ein gutes Andenken zu schenken.
Faktisch ist es so, dass in NRW grundsätzlich eine Erdbestattung auch von Urnen vorgeschrieben ist, allerdings nehmen Urnenbeisetzungen jetzt auch in Kolumbarien erheblich zu, denn der Begriff "Von Asche zu Asche, von Erde zu Erde" ist häufig mit Vorurteilen behaftet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sowohl evangelische als auch katholische oder städtische Friedhöfe mit der Errichtung von Kolumbarien finanzielle Schwierigkeiten haben, denn die Investitionskosten sind oft erheblich. Also sind gute neue und in die Zukunft gerichtete Ideen der Friedhofsgestaltung gefragt, wie z.B. Rasengräber, Baumgräber oder auch das Angebot von anonymen Grabfeldern.
Dabei sind Bestatter*innen wirklich ausgesprochen gern behilflich, denn sie kennen die Wünsche sowohl derjenigen, die ihre Bestattung in Vorsorge vorplanen als auch der Hinterbliebenen, die den letzten Wunsch des Verstorbenen erfüllen möchten. Die Stadt Sprockhövel ist mit modernen Grabgestaltungen Vorreiter im Kreisgebiet.
Die Erdbestattungen liegen derzeit bei etwa 30 % in Einzel- oder Doppelgrabflächen, Familiengruften gibt es heute so gut wie gar nicht mehr, die Kosten sind einfach viel zu hoch. Aber auch die 70 % der Feuerbestattungen haben ihren Preis, sie nehmen im Übrigen erheblich zu, obwohl der Stand von 90 % Feuerbestattungen wie in unseren östlichen Bundesländern noch lange nicht erreicht ist. Sterbegeldversicherungen nehmen ab.
Bestattungen von Verstorbenen muslimischen oder jüdischen Glaubens sind in Hattingen so gut wie nicht vertreten. Auch Seebestattungen können von Hattingen aus organisiert werden, für Deutschland gilt aber in jedem Fall die Bestattung auf See außerhalb der 3-Meilen-Zone.
Ein besonderes Anliegen von Isabel Neumann als Bestatterin sind Erinnerungsfeiern für Verstorbene, die ordnungsbehördlich bestattet wurden oder auch besondere jährlich wiederkehrende Erinnerungen an die Sternenkinder, denn es wurde im Gespräch auch immer wieder deutlich: Bestattungen sind auch eine soziale Dienstleistung.
Und wichtig ist Isabel Neumann, dass sich Menschen auf ihre sogenannte letzte Ruhe vorbereiten sollten und spricht damit an, sich mit Familienmitgliedern und Fachleuten rechtzeitig zu beraten. Den Hinweis der Fachfrau auf Vorsorgevollmacht- und Testament-Beratung nimmt die CDU-Runde gern auf für kommende offene Vorstandssitzungen.
Für den wirklich informativen Abend geht der Dank der CDU-Frauen an Isabel Neumann von Stratmann-Bestattungen in Hattingen.
Die nächste "Offene Vorstandssitzung" ist geplant für Dienstag, 21.7.2026 mit Robert Dedden vom Verein ADFC Ennepe-Ruhr zum wichtigen Thema "Sicheres Fahrrad-Fahren in der Stadt", gleicher Ort, gleiche Uhrzeit. d. h. ab 18 Uhr ebenfalls im Restaurant "12 Apostel Schulenburg", Schützenplatz 1, 45525 Hattingen.

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